Xbox Series X für 799€ — Microsoft macht die Konsole zum Luxusgut

Seit dem 1. August 2026 kostet die Xbox Series X mit Laufwerk 799,99 Euro. Die Series S startet bei 499,99 Euro. Der Aufschlag beträgt je nach Modell zwischen 150 und 200 Euro — und fällt in Europa prozentual höher aus als in den USA. Keine Ankündigung, keine Pressemitteilung. Die neuen Preise standen einfach plötzlich in den Shops.

Die Zahlen sprechen für sich:

Die Xbox Series S mit 1 TB kostet jetzt 599,99 Euro — 200 Euro mehr als zuvor, ein Aufschlag von 50 Prozent. Die Series X mit Laufwerk klettert von 599,99 auf 799,99 Euro. Zum Vergleich: Bei Markteinführung 2020 kostete die Series X 499,99 Euro. Heute sind es 60 Prozent mehr — für identische Hardware.

Gleichzeitig verschwindet das 2-TB-Modell der Series X in Galaxy Black ersatzlos. Wer die 1-TB-Variante kauft, zahlt jetzt 100 Euro mehr als das gestrichene Topmodell mit doppelt so viel Speicher zuletzt kostete. Ein schlechter Deal in jeder Hinsicht.

Der Abstand zur Konkurrenz ist damit dramatisch gewachsen. Die PS5 mit Laufwerk liegt seit April 2026 bei 649,99 Euro — 150 Euro unter der Series X. Die Nintendo Switch 2 kostet 469,99 Euro, zieht aber im September auf 499,99 Euro nach. Xbox ist damit die teuerste aktuelle Konsole auf dem Markt — mit den schwächsten Verkaufszahlen.

Der Grund für die Erhöhung ist bekannt: die globale Speicherkrise. DRAM und NAND sind knapp, die Preise steigen quartalweise. Laut Branchenbeobachtern verliert Microsoft bei jeder verkauften Series X oder Series S trotz der Erhöhung noch immer rund 150 US-Dollar. Die Hardware ist schlicht zu teuer in der Produktion — und der Markt trägt die Kosten mit.

Was bleibt, ist ein Bild, das Microsoft nicht gebrauchen kann. Im letzten Quartal sank der Xbox-Hardware-Umsatz um 13 Prozent, der Umsatz mit Inhalten und Diensten um 10 Prozent. Über das gesamte Geschäftsjahr verlor die Sparte 1,7 Milliarden US-Dollar. Eine Konsole für 800 Euro, die sich schlechter verkauft als die Konkurrenz und trotzdem Verluste schreibt — das ist keine Strategie, das ist ein strukturelles Problem.

Für alle, die eine Xbox kaufen wollen: Im Preisvergleich standen am 1. August noch Restbestände der Series X ab 668,90 Euro — gut 130 Euro unter der neuen UVP. Diese Angebote räumen sich mit dem Abverkauf. Danach gilt der neue Preis, und eine Senkung ist vor 2027 nicht zu erwarten.


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