Acer und Asus müssen den Vertrieb ihrer Notebooks und PCs in Deutschland vorerst einstellen. Der Grund: ein Patentstreit mit Nokia. Das Landgericht München I hat Nokia Ende Januar Recht gegeben — Nokia wirft beiden Herstellern vor, ein Patent zur Videocodierung im H.265-Format zu verletzen.
Seit dem 16. Februar sind die deutschen Onlineshops von Acer und Asus nicht mehr erreichbar. Beide Unternehmen nennen offiziell Wartungsarbeiten als Grund — tatsächlich werden die betroffenen Modelle still aus dem Sortiment geräumt. Acer hat bereits bestätigt, dass Monitore, Router und Zubehör weiterhin verfügbar bleiben. Notebooks nicht.
Das Muster ist bekannt. Nokia hatte mit einer ähnlichen Klage bereits einen Verkaufsstopp für OnePlus-Geräte in Deutschland erwirkt — zunächst nur im Hersteller-Shop, später auch bei weiteren Händlern. Bei Amazon und MediaMarkt sind Acer- und Asus-Geräte aktuell noch bestellbar — vermutlich solange der Lagerbestand reicht.
Für Bestandskunden ändert sich nichts — wer bereits ein Gerät besitzt, kann es weiterhin uneingeschränkt nutzen. Wer aber gerade auf der Suche nach einem neuen Acer- oder Asus-Laptop ist, sollte nicht zu lange warten. Was jetzt noch verfügbar ist, wird nicht nachgeliefert, bis eine Einigung erzielt ist.
Wann das sein wird: offen. Acer prüft Rechtsmittel und hofft auf eine faire Lösung — konkrete Details kann das Unternehmen während des laufenden Verfahrens nicht kommentieren.
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