Quelle: The Register, 2. April 2026
In Microsofts Nutzungsbedingungen für Copilot steht ein bemerkenswerter Satz: Das Tool sei ausschließlich für Unterhaltungszwecke gedacht, könne Fehler machen und solle nicht für wichtige Entscheidungen genutzt werden.
Das ist keine neue Klausel — aber die Aufmerksamkeit, die sie gerade bekommt, ist es. Und sie verdient sie.
Die Ironie liegt auf der Hand: Microsoft vermarktet Copilot als KI-Assistenten für Produktivität und professionellen Einsatz, warnte bei jeder Live-Demo auf seiner KI-Tour jedoch gleichzeitig, dass das Tool nicht vollständig vertrauenswürdig sei und menschliche Überprüfung erfordere. Der Pitch und das Kleingedruckte widersprechen sich fundamental.
Noch schärfer trifft es einen Kommentar aus der Entwicklercommunity: Anthropics "Pro"-Plan schließt für Nutzer aus der EU laut den Nutzungsbedingungen kommerzielle Nutzung ausdrücklich aus — ein Plan namens "Pro", der nicht professionell genutzt werden darf.
Was das bedeutet: KI-Tools sind 2026 nützlich, aber rechtlich ist die Industrie noch nicht dort, wo das Marketing sie verortet. Wer KI für geschäftskritische Prozesse einsetzt, trägt das Risiko selbst. Das ist kein Argument gegen KI — aber ein Argument dafür, die Bedingungen zu lesen, bevor man unterschreibt.
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