Googlebook: Google erfindet den Laptop neu — oder versucht es zumindest

Quelle: The Verge / Google Blog / Axios, 12. Mai 2026

Google hat gestern beim Android Show: I/O Edition den Googlebook vorgestellt — einen Premium-Laptop, der auf dem Android-Tech-Stack und ChromeOS aufbaut, mit Gemini tief ins Betriebssystem integriert. Kein Chromebook 2.0, kein ChromeOS-Upgrade. Eine neue Kategorie. 

Der auffälligste Unterschied liegt buchstäblich am Cursor. Der sogenannte Magic Pointer ruft Gemini auf, sobald man den Cursor über Inhalte bewegt — kontextuelle Vorschläge direkt da, wo man gerade arbeitet. Daneben: Android-Apps laufen nativ, nicht in einem Container wie bisher. Das Betriebssystem darunter ist Android 17 — intern trägt das fusionierte OS den Codenamen "Aluminium".

Die Hardware-Partner sind bekannt: Dell, Lenovo, HP, ASUS und Acer bauen die ersten Googlebook-Geräte, die noch in diesem Herbst erscheinen sollen. Preise und konkrete Specs? Noch keine. Google verspricht mehr Details näher am Launch.

Das Timing ist kein Zufall. Apple hat gerade mit dem MacBook Neo für 599 Dollar ein neues Preissegment eröffnet, Microsoft kämpft mit seinen Copilot+-PCs um Relevanz. Google greift genau in diese Lücke — mit einem Ökosystem-Argument, das Windows und macOS so nicht haben: nahtlose Verbindung zwischen Android-Smartphone und Laptop, bis hin zu Apps, die direkt vom Telefon auf dem Laptop laufen. 

Ob das in der Praxis so funktioniert wie versprochen, entscheidet sich im Herbst. Google hat bei Hardware-Ankündigungen eine gemischte Bilanz. Aber der Ansatz — Gemini nicht als Feature, sondern als Betriebssystem-Schicht — ist der konsequenteste KI-Laptop-Ansatz, den bisher jemand präsentiert hat.

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