Quelle: chip.de / 9to5Google / TechCrunch, 7. Mai 2026
Das neue Fitbit Air ist ein schlankes Armband ohne Bildschirm und ohne Smartwatch-Anspruch. Es sammelt Gesundheits- und Aktivitätsdaten im Hintergrund — die eigentliche Arbeit erledigt die neue Google Health App.
Das Konzept ist nicht neu. Whoop hat sich mit displaylosen Trackern bereits einen Namen gemacht — vor allem bei Spitzensportlern, Biohackern und ambitionierten Hobbysportlern. Der Unterschied: Whoop kostet im Abo deutlich mehr und richtet sich an eine enge Zielgruppe. Das Fitbit Air startet bei 99 Euro und richtet sich an Nutzer, denen klassische Smartwatches zu groß, komplex oder teuer erscheinen.
Technisch ist das Paket ordentlich. Herzfrequenz rund um die Uhr, Vorhofflimmern-Erkennung, Blutsauerstoff, Schlafphasen — alles in einem Modul das 5,2 Gramm wiegt und bis zu 50 Meter wasserdicht ist. Die Akkulaufzeit soll bis zu sieben Tage betragen, fünf Minuten Laden reichen für einen vollen Tag.
Der Haken steckt im Kleingedruckten. Beim Kauf gibt es drei Monate Google Health Premium kostenlos dazu — danach wird der Dienst kostenpflichtig. Wer den KI-Coach und personalisierte Empfehlungen will, zahlt also dauerhaft weiter. Das ist das Whoop-Modell, nun unter Google-Flagge.
Ob der Gemini-Coach daraus wirklich brauchbare Empfehlungen macht, muss sich im Alltag zeigen. Das Versprechen ist groß — die Skepsis gegenüber KI-Gesundheitsratgebern bleibt berechtigt. Aber als Hardware-Einstieg in ein displayloses Tracking-Ökosystem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zumindest auf dem Papier besser als alles, was Whoop je angeboten hat.
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